Skip to main content

Full text of "Spinnen von Madagascar und Nossibé"

See other formats


Spinnen von 
Madagascar 

und Nossibe 




Heinrich Wilhelm 
Christian Lenz 



Spinnen 

von 

Madagascar und Nossibö. 

Von 

Dr. Heinr, Letue 

in Lübeck. 



Mit 2 Tafeln Abbildungen. 



Ans dem 

J&hrbiich der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten. IX. 



HaMbnrg U9L 

Otdnwkt bei Lfitek« 4 Wulff, fi. iL Senat« Batbdtwdunk 



Digitized by Google 



LIBRARV ^'ir 
NATHAN BANKS 



Die naclistclH'iul bi'arl>i-itet<"n S|iiiiiicn wuidni vnn Hi rm AllnTf 
O'Öwald in den Jahre» 1865 bis 1888 aal Aladaj'a.scar in der l »ij^egi'nd 
von Tamatave und auf Kossibe gesamroolt unci dem Hambui^r Xatur- 
hmtomchen Museum zum Geschenk gemacht. Obgleich die Zahl der 
Ton Mada«(asCÄr bereits bekannt gewonlenen Spinnen nicht nnbetracht- 
li«'1i ist, brinfrt jede Sendnng Neues und Interessantes; aueli dies»- mir 
mr Bearbeitun<; iibergebene Sammlung enthielt eine Anzahl neuer oder 
weni^ bekannter Arten. 

Horm Eugen Simon - Piu is , dem boih uu nden französischen 
Arachnologen bin ich ku b^ndcrom Dank« veri>tlichtet flir in scbwie« 
rigcn Fragen «tets in der bereitwilligsten Weise ertlieilte Auskunft, 90 
wie ftlr Ueberlaj«*ung von Litteratur und Ver<;lei( bsnniterial. Meinem 
Freunde W. IJöst nbcrfj-PforzheimT dem pründlichen Kenner deutscher 
Spinnen möchte ich -wu-h :ni dii'scr Stelle nu'inen I^Jtik fVii' <lii' mir 
so bereitwillig abgenommene Mülie der Anfertigung der /eiehimugen 
aussprechen. 

Terapliosidae. 

nelechoris rutenbergi Kmuch. 

1881. Kai-sei». Abb. d. Naturw. Ver. in Bremen, Bd. VII, p. 196, 
Taf. XII. Fig. C. 

188G. Lenz, Beiträge zur Kenniniss der Spiinienlauna Älatljigtvscarü 

in ZooL Jahrb. I, p. 398. 
1888. Entomoth^e striatipes Siiu. Soc. entomoL de France, p. 936. 

Mona. Eug. Simon, dem ich Exemphire dieser früher bereits 
von Herni Carl Reuter auf Nossibe für das Natnrhistorisehe Museum 
in Lübeck ge^^Mmm'-lteti Ait -Miidte. erkliut* vi- Hir seine Kntomothele 
striatipes und yiaubte die Kui >< h'-^che Art davon verschieden. Dies 
ist aber niciit der Fall, wie mir nachti'äghch auch Karsch bestätigte, 
dem ich gleichfalls von unseren Exemplaren voriegte. Wenngleich die 



4 



Dr. Hemr. Lenc 



Kaj"i.cl»'scla' licsclutibung ii> luaiKliiii Stücken wtgeu Sthadhaftigkeit 
des Exemplar» maagelliaft ist, so gebührt derselben immerhin die 
PrioritSt. ^mon beschreibt 1. c. xafirst das M&nnclMm, ilss unter den 
uhlreicben Exenuplunn dvs Lfibedcer Museoms fehlt 
Ein $ von Nossibä. ^ 

Attidae. 

Eris praetatoria Krt/s. 

1877. K^serUng, Einige Spinnen von Madagascar in Äbbd]g. d. 

»»log.-bot. Ges. in Vfitn p. 94, Taf. III, Fig. 4. 
1885. Peckliaiii, on som«' new genora :hm1 i ii s of tlu- fain. 

Attidiin frotn ^f,i<l.ij:;is<".'(C in l'rn<\ dl' tlic X.'it. Hist. Snc. 

of VVix niisiii p. ;>) als .Jotas ht-iui-ater , uacüü'äglich als 

gleich ol»iger Species berichtigt. 
Es liegen mehrere Stflcke, aber m^kwUrdiger Weise andi 
nur von Tamatave und Nossilw vor, welche vollständig mit den 
dtieiten Beschreibungen ttbereinstimmen. 

Astla wuU JRxM. 

1885. IVckham 1. c p. Taf. I, Fig. 5. 
Ein entwickeltes $ von Tamatave. 

Phyale tamaUvl (Vim.) 

180S. Attus taniatavi Vins. Arfiiu'idos (l<s ilos de la Reunion, 

MniiHro pt ^f;i(la2::>sr;tr, p. fi'-i. pl. \, !■ ii:. '». 
18ti4. l'iiyale taniatavi 8ini. Hist. Nat. des Araignt'cs, p. H15. 

1885. Peckham, 1. c. p. 4ü, pl. 1, Fig. 10. 

Ein nicht völlig entwickeltes 9 dieser niedlichen Art von 
Tamatave. 

8«m albo>naigiuU Lem, • 

1886. Attus alho-inarginatos Lenz. Beitrüf^c z. Konntn. d. Spinnen- 
fauna Mndagasrars in Zooloj;. .lahrh. I, p. 40r». 

Awh dieses Mal liegt ein nicht ganz rtiifes (j^ vou Nossibe 
vor. (^.Miiv. \(). 97n4.) 

AsaiDonea beila n. sj). Tat 1. l'ig. i a — c. 

Ein idfes $ (12835) Point v. Tamatave 1885. 

Der Kopftheil bctrSgt ein wenig mehr, als die Hälfte des 
Hiorax. Die 4 Sclieitel:ui}<;eii bilden ein Reelitcck, dessen Breite fast 
doppelt so jrross ist. wie die liänf^e. IHr Aiiijcn dt'r letzten Heilio 
sind jirösser, als diejeuiiien der W. Reihe uiul ^iIHl m«?» fincrn x liw ar/i'ti 
Willst unigeben. Die Augen der i2. Reihe (Seaeuaugenj sind deutheli 
nach vorne gerichtet, stehen in der Richtung der Diagonale des 



Dig'itized by Goo^^Ie 



Spinnen von Hadagatear nnd Noasib^ 



5 



Sclipit-olaiigciivifn'cks unil soweit nacli aussen, diiss ilir Iniionraiul 
(loiii Aus8ftir,in«1c fliT fn'ossm Aiijit'ii der 1. Reih» ( Minuiugrn) eiit- 
spric-lit. l>i«' Ciröv^i' der Sciteuauf^eii i^i etwas betleut emier, aia die- 
jeiu{jü der Augen 4. Reihe. Die grossen Stirnaagon berühren rieh 
mit den Innenr&ndeni und nehmen die ganze Breite der Stirn ein. 
Der QjTpens ist *h so hoch, wie der Darchmesfser der Stimangon. Der 
Cephalothorax nach hinten verl)i-eit«>rt uidI aligeniiulet. Maxilkoi nach 
vonie oin weni<r vcrdirkt. I,;i!>!uin lircitcr. :tl^ I.iiil'. narh vonie vor- 
sehniälert und etwa.»* uhL;r-tut/l. Aliilunn n hiiiten vei |iinL;t ; die 

oberen Sj)iniiwarzen y.weij^liidi i^'. tlas eiTsle (alied langer als das /weite, 
ihre gan^ze Länge doppelt so gros», wie die der flbngen. 

Beine dttnne, 4. 3. 1. 2. mit 3—4 sohmftchtigen langen 
Dornen besetzt. 

Färbung: Die hinteren Scheitelaugen «nd durch eine rothgelbe 
Querlinie verbunden, ein ebenso gefärbter schmaler Rand und ein 

Ring von Seidenliaaren /.ielien sieh um die grossen Stirnaugen herum. 
Das ganze fihriiro AntreritVld hi dicht mit weissen seidenartigen Haaren 
besetzt, welche nach dem Abtrocknen der Spiune deutüch hervortroteu. 
Der Thorax ist kahl. 

Die Obereeite des Abdomens ist mit zwei gebogenen rothgelben 
Querstreifen, welche nach den Seiten hm schmäler werden, versehen 
und in eine nach hinten gerichtete Spitze austaufen. Von der ersten 

Querbinde /irlit >i( Ii ein gleichfarbiger Streif nacli vorne bis zum 
Vorderrand des AliilMincn«. Zwisclien dor letzten Querbinde und dem 
Knde des Abdomens ist nocb ein kh in« r rothgelber Klerk. I>ie 
Zwischenräume sind init silberfarbenem Haar aui^gefUllt, am Ii ilie 
Seiten zeigen dieselbe Behaarung. Die Untenseite ist kahl. Epigone 
dunkelbraun. Beine hellbraun, Krallen schwarz. (Mus. No. 12835). 
Liinue 6 mm, Ceplial, U mm, Abdomen H mm. Diese Art steht der TOD 
Peckbam tnid Wheeler beschriebenen A. ornatissima nahe (Wisconsin 
Acad. of Se. Arts. a. I.etters Vol. Vll. IHHH. p, iii, pl. XII. rig. '^2). 

Ausser den genannten Arten fanden sich in der Sannnlung 
noch zahlreiche junge Attiden. deren Bestinnnung nicht möglich war; 
auch eine He»cbreibung m jugeudhcher Formen ist nicht ratht>am. 

Thomiffldae. 

n^ttint hMSenbeisi n. «p. Taf. I, fig. 2 a— c. 

Cephalothorax etwas breiter, als lang, mässig gewölbt, mit 
stark vorspringenden spit7en Augenhr>ckem, welche auf der Oberseite 
eine stumpfe Längskaute zeigen. 



« 



0 Dr. Heinr. Leus. 

Die vier MitteL'iti'^'Pii Itilden ein Trupcz. tl<*sson obere J;eile fast 
Düch eiiimul m lang ist, wie die uutere. Die Kuiternuug der vordeivu 
(tuiteren) Mittelaugen ton den lunteren (oberen) üt rtvae grOseer, 
als die Entfenmng dieser Mittdaugen von emander. Die vorderen 
Seitenaugen stehen in der AGtte zwischen der Spitze der Augenhdcker 
und dun vorderen Mitt(>lau<;en uttd bilden mit diesen und den hinteren 
Mitt< l;ui:Teii fast ein gleichseitiges Dk i« ( k. Die hinteren Seitenaugen 
stelii'u der bpitzo der Auäjenhöeker ii.iIk i-. als der Basis und sind von 
den hinteren Mitlelaugen soweit entli-rnt, wie diese von den vorderen 
lüttelaug^. 

Die ganze obere Seite des Cepbalothorax und des Abdomens 
ist mit reibenwetse gestellten spitzen Dömdien besetzt 

Der Tibialtbeil der Palpen ist etwas längerT als der Patellartheil; 
Decke des Endgliedes mit stumpfem nacb vorn gerichtetem Zahn. 

Jj'ppe länger, als breit, vorne gerundet. 

Sternum länger, als breit, vorne gestützt, biuteu spitx, nicht 
gerundet. 

Beine mittelstark^ 1 und 2 = 5 mm, 3 und 4 s 2,6 mm; Femur 
der beiden vorderen Paare schwach, Tibia und Metatarsen stark 
dunkelbraun behaart, ohne eigentliehe Domen. Die beiden hinteren 
Beinpaare srhmMditig, schwaeii liehaart; Krallen kräftig, mit sehr 
kleinen Zälmcheu versehen. Abdomen massig dick, oval, etwas länger, 
als breit. 

Farbe des Thieres gleichmäisig braun, die Vorderbeine und die 
Dörnchen des Cepbalothorax und Abdomens etwas dunkler. Die 
Attgenhdmer hellgrau. 

Länge des Cepbalothorax 1,3 mm, Breite 1,4 mm^ 

„ ^ Abdomens 1,6 „ „ 1,3 , 
CiesammÜänge i.S mm. 

Ein reifes n" (Mus. No. i;^:-t'^.')) von Tamatave. 

Ich habe diese Art nteinem Freunde und Mitarbeiter Herrn 
W. Bösenberg in Pt'or/.lieiut, ilem genauen Kenner unserer deutschen 
Spinnen gewidmet. 

Cjriogoniis &mmi n. sp. ial. I, Fig. 3 a- e. 

Diese Art steht dem C. lactifer E. Sim. nahe. Cepbalothorax 
rundlidi-eiförmig, in der Mitte erhaben, gleichmfissig nach vorne und 

hinten abfallend ; mit vorgezogenem vorne abg«'stutztem Kopftheil, diis 
in der Mitte in der Verlängerung des diitilKl» n Aug<-ndreie« ks eine 
kleine Spitze trägt. Die vorderen zwei Drittel Cejihalothorax mit 
mehr oder weniger regelmüjiüig gestellten dunklen Wärzchen besetzt. 



Digitized by Google 



SpiunfU vun Madugascur und NuMub«. 



7 



Von den Ecken i\vs Au^cndivi<>eks und auf der MittcUiino werden die 
Wärzfhcn durch eine narli liinten Mwas zusammenlaufonde Linie ver- 
hundi ti; dns liittlcre ahscliüssiffe |)rittel d» ( 'fphalothorax glatt; 
Augendreieck schwarz gerändert, nach innen mit weissücheni Sauinc 
Hintere Augeiuxühe länger, als die vordere, ein wenig nach vorn 
convCT. Die Entferuung der M A von einuider geringer, ab von den 
Seilcnaugen, auch geringer, hIh diejetitgc der vorderen MA von ein« 
ander. Die vorderen S A weit surftck, so ilass sie mit don vord<^n 
MA und den hinteren SA eine gerade Dreieeksseite hilden. 

Maridihclii kräftii;, behaart, vome mit »pit/cii Kiiiiii hcu. L'leich 
denen der • ( »heiM-henkel, besetzt; L3nt:e ;.'lrit'h der Höhe des 

sihwiirzen Augendreiecks; Haken stark gekrümmt; Kuutläche ulmo 
Zähne. Maxillen in der Mitte eingeschnttrt, vorne abgerundet) behaart; 
Lippe doppelt tto lang als breit, nach vome vereehmalert; Stemum 
breiteiföroiig, vome abgestutzt, hinten stnmpC AUea gidchmiasig 
lederbraun. 

Femur I und II ati der Voidtiseite mit zahlreichen kurzen 
Dornen he^'t/t; am Sclienkeirin;;e 1 tinden sicii gleichfalls soll Ii*' kurze 
Dorueu, wührend iScheukelriug Ii aui* noch schwache Spuren derselben 
zeigt. Patella glatt. Tibia I mit einer Doppebreihe von je 6, Meta> 
tarstts 1 mit je 7 Domen ; Tibia II je 3, Metatarous U je 5 Domen; 
Tarsen I und U mit -2 Reihen dicht stehender, dunkler, kurzer Haare 
besetzt. Fcmur und Tibi:! III und IV «.datt. Metataisus und Tarsus 
mit reihenweise f;i -ti IltKH längeren Haan-n besetzt. 

Abdiuiieii lii< iti T als lang, das hintere Drittel schräg abfallend, 
hier mit q»ierverlaufenden uiu-egelniässig gebogenen weisslirhen Streifen; 
aul' deu vorderen beiden Dritteln laufen die Streifen der Lauge nach, 
treten aber im vorderen abschOasigen Theil nach den Seiten aus- 
einander. Auf jeder der weisslichen Streifen eine Reihe regelmässig 
gestellter dunklerer l*ünkt»hen. Untenseite Weiih. Epigjne ein kleines 
honomiiretiil* s l'lätichen mit zwei winzigen Knötchen bildend, Kand 
laug gestreckt. Länge l'-J mm. 

Kiu reifes $ aus eiueu» Walde, 30 Seemeilen NW von Tamatave. 

Sparasaidae. 

8«l«iopi ■liagMoariflarii Tin». 1. c. p. 8B. 
Ein Exemplar von Tamatave. 

DaiUltfll «'midi n. j*p. Taf. I, Fig. 4 a— b. 

Diese Art zeichnet si» h durch große Breite di*» Cephalutliurax aua, 
derselbe ist breiter, ai» lang, breit eiförmig, vorae gerade abgestutzt; 



8 



Dr. H«iiir. Lerne. 



Kopftheil miUsig Uoeb, durch KclmiiJc Furchen abgetrcimt; ftflck««- 
grube klein, nach vonic geth«ilt M A hoch; vou dvii 8 Äugen sind 

die M A (liT liintereii Reihe die kl«-i))st<>ii, nur Vt so groß, mv die 
vorden ii ^^ A, in luA^v ilesficii int tUr Zwi^rlitniaum um die Hälfte 
•ii'öüscT. als tli'ü Vnnl»*r:itiir<'ii. wiihmid dir AuütMiräiiHor mir um 
\v»'iii}i;*'s wfiter von riniunior lii gr'ii ; die KnltV-rnuni,' <h-r InnU-ren M A 
voll dcu vordereu ist ein weniji j^röjiser, als der Kaum zwischen den 
vorderen M A. Die Eutfumung der vorderen S A von den M A ist 
gleich dem Rnume zwisdien den hinteren M A. Die hinteren S A 
flind am das 1'^* fache der Entfernung der hinteren M A von einander 
von diestMi critfenit. 

^Miiinlilji In slark. mit krältificn Haken, KauHüche an der unteren 
Seite mit 1 Dornen, an der olieren mit 1 st;irkr'ii I^oni heset/t. Maxillen 
kräftig, um tlie Hällte längi'r, alt» breit, narli vorne verdickt, al»f<eruiidet, 
mit langem Uaarkranx an den Enden beisetzt; Innenseite,* gerade, 
Aussteuseitc auBgebogpu. Lippe doppelt kg breit, wie lang, vorne 
gerade abgeschnitten. Stemum so laug, wie breit, dreiseitig, mit 
oonvezen Seiten, Yordertieite gerade. 

Beine kräftig, rothbraun. Feinur I an der Vordei-seite ohne 
Dorn, oben mit 1 . naeh hinten mit Domen ; Femur I. III und IV 
oben nni B, hinten mit .2 Dornen; Patelleii mit je 1 Dorn; Tihien 
oben luit 2 Dornen; Metatai^en oben mit je 3 Dornen; Ücopuia au 
allen Ffiasen sehr dicht. 

Abdomen eiftrmig abgephütet, vorne ahgestntxt, behaart, mit 
einzelnen langen Hftrrhen; Rttcken hell, am vorderen Ende mit 8 un* 
deutli(-l)en Fledcenpaaren; Seitmwand dunkel, Bauchseite hell, einfarbig, 
wie der Rfleken. 

Kpi«nTir mit einer nach hinten sreriflifeten. inder Miltf üi fbeilten, 
lippenarligen Hervonaguug; Vorderniiul nut zwei längeren und drei 
kflnerrai ffi|^eln. 

Lftnge 18 mm. 

Ein reifes 9 ^ngl' Meilen nw. von Tamatave in einem Walde. 

iMf adt inerilCIlil (Tins.). 1. c. p. 95 n. 304 sub OUos. 

1881. Holconia malagasa Kaix Ii Altlid i1. \atui w. Ver. in Bremen, 
B.1 VII. p. 192—193, Taf. Xü, Fig. B 9. 

1880. Lenz, l. c. p. 309. 

In meinen Beiträgen habe ieh diese Spinne au.s No^sibe erwähnt, 
Uiii Hoiier mir /.ahlreiehe von Herrn Carl Keuter gesammelte 9 vor- 
lagen. Diu-i wiu- mir damals noch uubekaunt, jedoch erhielt ich 
narhtäglicb von demselben Sammler noch zwei ausgebildete Mäimchen. 



Digitized by Google 



Spiuneu von Madugascar uud Xossibü. 9 

In der mir jetet vorliügeiidcn Sammlung des Htim O'Swald 
liegun glcfchMs inohreif m.-lir oilcr wciiiti. r ..ntwkkrlt*. in.hn iv 
jm^v von Nos-hÜh'' und Tainutavo inul zwui völlig cntwirkclto y 
von Nossib.' vor. Dnn-li dk-c- ist nun lu-stiLti-^t , daß wir es liier, 
worauf Kamh 1. < m hon liingcwif^^cu bat, nicht mit emw echten 
H..1« onia Thoroll /.u tliuii haben. Simon, dem auch nur das 9 bekannt 
wai, hat das TUer in seiner Revision de la fem. des Sparassida* 
p, 30 bei Isopeda L. Koch Misammcn mit Yiwonia maculata Keys, 
und anderen Arten untergebracht 

Den bekannten ausfUhrUchen Beschreibungen de* 9 habe ich 
nidita hinznxnfägen. 

T)a.s steht doni $ nn (Grösse uicUt nach uud hat auch geuau 
denaeibc!) H;ibitus. Tat'. 1. 1 il;. öa-c 

Lan".' des CophaloiUorax Ui mm, Breite 16 mm, Lange des 
Abdomen r4 mm. Beine Ii-, 74, 48 mm. Färbung bei beiden Ge- 
schlechtern gleichmüssig dunkel rotbbraun, das Abdomen beim ? gelb- 
braun, beim ö* dunkelbraun und stiirki r behaart, auch die Behaarung 
der Beine ist beun stärker, als beim 9. 

Der Taster des trii-t :im Knde des v(»rletzten Glit-des emen 
charakteruitisthen lanjjen s|nt/(ii nach vorne gerichteten Dorn. 

Sarotes Tenatorias (L.) Lenz, i < . i 3i)f*. 

Tamatave uud Nobbibe m zahlreichen Stücken; zum Thed mit 

Eiercocous. 

Drassidae. 

Ägioeca oswaldi n. fi>. Tat. 1, r>a— ccf"; 8a— b 9. 

Cephalothorax gleichmässig gewölbt, mit scharfer Bftcken- 
lurche, nach hinten etwas verbreitert, abgerundet, vorne abgestutat; 
Kopftheil wenig abgesetzt. Auirenreihen von oben gesebe,, .'ui wenig 
nach hinten gekrümmt; die Au-en faM .-Inch livu^, die vorderen 8 A 
ein wenig kleiner, als die (Ihrigen. iMe vier M A bilden em Irapez, 
das f'twtis länger als breit ist; die hmteren M A stehen etwas weiter 
von einander, als die vorderen. Die hinteren 8 A sind von den 
hinteren M A weiter entfernt, als diese selbst von emaud. i ihre 
Entfernung ist gleich der Diagonale des M A-Trapezes. V A gleah- 
missig von einander .„ffcmt Abdomen oval auf hellerem (.runde 
unregelmässig geHeekt. Taster sehr lang, am Vord- rrai..!. d-s dntteu 
Gliedes mit zwei Vorsi.rm,-e„ nm Anssenraiule und emem ähnlichen 
am Innenrande; viertes (.lied am llinteiTando mit starker stumpfer 
Spitze, grossen seitUdien Zähnen und grossem Haken. Laster und 
Decke behaart und mit vereinzelt stehenden Borsten besetet Mandibchi 



10 



Dr. Heinr. Ltiu. 



kräftif;. ilick : K.'nit!:M'li<' mit Scitciirciln-ii von Uui-stcii uti«l Je .'» klciiirii 
ZälsiU'ti. Maxilli'ii hst Mocli finnial so lau;: wit; di'' I,ip|«'. in drr 
Milte bt iilersiüits eiugebuchtot, uu deu Kutku vcrluvitort, abgerundet, 
stark mit Randborsten besetzt. Lippe lang uurl scbmal, nach vomo 
etwas verbreitert, ab^rundct. Sternum gross, oval, nach hinten mit 
dncr stnmpfen Spit/' . naeli vorue absenmdct Beine 4 13 3 (27,5 — 
25 — '^n — mm ). l.»-liuai t. l-Vnu-i uii?5s«'n uiul iiiiieii mit je S Stachchi, 
l'atella mit 1. Tibia oben und tnifi ti mit 'y 1 Stuehi Iparirea, Meta- 
taitieit ebenso mit '^ Stailu-lpaan n, larM-ii ohne Staeli« lii. 

Fiirbunjj; : Cephulotliorax rotlibiauu, ohne besondere Zeichuuuj^; 
ebenso die Bctn<>. Alidomen hvll^rran, hi>haart, mit dunklen Längs- 
Union und indnanderlaufiMiden unregt^lniäKstgen FkH;ken. RUcken am 
Vordi'rentb' b« i »-iiii'^en Stib-kt-n mit :i I'aar dnnklcn I'unkten jre/eichnet; 
bei andt reu leiden <lie>f l'nnkte. IJain liseitf mit dn-i «Innkclbraunen 
I,!in;;NStrei|en, wdelie au^ der eb« n>o ;;<'tai )>f' ii rmgt bung der .Spinn- 
ttiuv.eii entspringen, bis zur Atlteüt$>|>ulte reielien UJid liier gerudu ab- 
gcttebniiti'n und. X^wisfluii dit'^i^n drei Uraan^n Streifen zwei etwas 
»rbmälcre belle Streifen. Die Ausi^enränder der dunklen Seitenstreifen 
Kind von der allgomeinen ROeken- und &>eiteuzeicbnujig -weniger «eharf 
abgegrenzt. (Taf. 1, Fig. (J a— c.) 

Län<re ! !^ mm 

$ t'epliaintiiorax na<li vorne etwas Itiritcr. al> bei d»'m rf^, 
Eckin abgerundet. Abduui<-ii oval: l'.tiltung und Ztielinunj» wie bei 
dem c^. Spinnwaneen mÜNsij^ lau^, lu ll graubraun, stark behaart. 

Epigyne mit zwei krummen, nach vorne ({eriebteten Zähnen, 
*;eliwar/ : Vi nlM i aud frei vorTHL'i'nd. in der Mitte ein wenig aus- 
gebucbtet, dunkelbraun, und am Kaude Msbwarx. Taf. 1, Fig. 8 a— b. 

Liinge i M nun. 

Drei reite qt^, ei» reifes und ein uureii'e» Weibeben von .Nossibe. 

Gtenidae. 

TilMuiu AwiAtu (Lenz) 1. c. p. km, Taf. X, Fig. 7 als Phoneutria 

£asciaia be^»eln-icben und ab^'ebild<-t. 

Ku;;. Sinum hat auf dasselbe 'l"lii<'V '■«■in neues (ienusi Viridasius 
gepündet und solches als V. i»ul(bnpe> in der Soc. ent. de Krance, 
lbb8, p. beschrieben. Nach brieflicher llitlheilung des Möns. Suuou 
ist die nur mit je zwei Zähnen besetzte Kauflache der Mandibeln ein 
sicheres Kennzeichen diesor Gattung, während Phoneutria, Ctenua etc. 
deren Jedeiseits vii-r brsit/fn. l)ies Iritit t'iir ohiiif Ai1 /u und er- 
scheint diest-lbr de>lialb hier in dus äimonVlie Genus eingereiht. 

Ein $ von Moüiäbe. 



Digitized by Google 



Sjliuucn vuu Maditgascar uud Nussibu Jl 

O^jale maiagaseaiieisii Lenz 1. c. j>. 402, Taf. X, Fig. 8. 

Ein $ von Nosaibe. 

Lyoosidae. 

I^Oia robnsU n. Tut: I, Fig, 7 a— b. 

Ci'pliiUotlioni.x lioj'h, oben gerade, isfich hiiiteti schrii},' abfallend, 
kurz behaart; Kopt'theü vor^ozof?en. Ecken abgenimli t, an dfn Seiten 
mässiff ansfiebogeii. l>?is Viereck der Selieitelaugen länger, als breit; 
diü Länge gleich der Kntu i nuug der Hiuteruugeu vou ciuauder, dunkel 
b^uwrt. Färbung in der Mitte hell gelbbraun, mit dunkelbraunem, 
hinten zusammonhängendem Saume, der nach vorne heller und un- 
deutlicher wird; an den Seiten Ufiederuni ein hellerer Rand, 

Mandiheln kräftig, braun, stark behaai't, mit kräftigen Klauen, 
Kauriäelie iiuir-ii mit aussen mit einem gi-össeren und einem kleineren 
Zahn. Muxilleu behaart, aia (irnnde schmal, nach den Enden stark 
verbreitert mit weit ausgehogeueu Aussenseiten, ubgeruudet, luücu- 
seiten concav; Lippe länger als breit, vanie gerade abgestutzt; 
Stemum rundlich. AUett, bis auf die dunkleren Mandibeln von i^eich- 
mäasiger M* icher gelbbräunlicher l-'ärhttng. 

Ai)domen auf dem Kücken hellbraun mit dunklen unregel-' 
mässigen Fleckchen; l?:iuchseite hell. 

Heine kräftig. siarl< heha.irt, mit /ahlreichen Dornen, Tarsen ohne 
Dornen. Taster lang, stark behaart uud bedorat, an den Enden dunkler. 

Epigyne einen schwach vortretenden gerundeten Hfigel bildend. 
Lftnge 9 mm. Ein $ von Nossibe. 

L|MBt ligUtt Lem 1. c. p. 402, Taf, X, Fig. 10. 

Ein junges 9 von Tamatave, das wohl dieser Art angehdrmi dürfte. 

PraetUa Incasii (Vins.), Lenz 1. c. p. ton. 

Ein und ein junges 9 ^'on Tamatave. 

Feicetia madagas€«ieiuis (Viiu.)t 1* ^ P> 
Tamatave. 

Hersiliadae. 

Henilia Viosooii Luca^, Kev. et. Mag. de üüol. 2 «er. XXI, löG9, 
p. lOü, pl. IL 
Ein Pärchen von Nossibe. 

Dinopididae. 

caricnsiS /.enz. 1. c p. 405. Taf. X, fig. 9 cf^ jnv. 
Das mir ji t/t vorliegende vülhg entwickelte '»'t geöffneten 
Tastern stimmt iu allen wesentlichen Tbetlen mit der 1. c nach einem 
noch nicht ganz reifen Thiere gegebenen Beschreibung. 



Digitized by Google 



IS 



Dr. Hdnr. Lciu. 



hie r»i'iiio siml ,nitT;ilU'ii«l läii;;<.'r. als »loiii fiülicifii Kxcinphirf, 
jeddcli ist (las IjänucnvcihaltiiiNS «lasscll«' j^i •blichen l. "J. .{. = 4. (frülirr 
-Ki, lu, 27 = '^7 luiii, jtt/.t i'ti , 0.1 , = luiu). Das 2. tilied iltij* 
maniilicheD Tasftera ist so laug, wie der Ceplialothoraxi das 3. etwas 
aber halb so laug, das End^ied kugelförmig mit grosser Spirale. 

In Betreff der Färbung ist zu ergänzen, daas sich von den 
Seiteuaugen nach hinten zwei lidlc. aussen dunkel gerandete Liuien 

hin/äeheu, welche in der HiU-ktMigruhe /.usanini''iil.iiitVii, Auf dem 
Kücken des Ahdunx tis sind uebeu dem Mittclstreileu judvi'bcit» mehrere 
leiue Liiugbliuien hictitltar. 

Ein vüu Nossibe. Tai, 1, lig. Uu — c. 

üloboridae. 

TOoborii lOlU fl^alek. 

1841. Inn. apt.. II, p. ;!31, tav. fig. 2A, 2 D. l'loborns bor- 
boiiicns Vins. 1. c. p. 'iSü^, pI. I, tig. 3, 3 a— Lenz 1. c. p. 394. 
Tamatave. 

Scytodidae. 

Sc^todes o'swaldi Taf. II. ti^'. loa -e. 

(Vjdialotliorax st uk L'i wölbt. imeh hinten verbreitert uik! srlii'in 
abgerundet, so lang wie ineit. Farbe hellbraun, mit zwei nach hinten 
biüiter werdenden dunkle» Liiugsstreiren , welche jeduch niclit gauz 
bis an den Hinterrand reichen; zwischen den Streifen macht sich noch 
eine ferne dunkle Längslinie auf hellerem Grande bemerkbar. Der 
Seitenrand des Cephalothorax ist dunkel, der Zwischenraum zwischen 
diesem und d<>in dunklen KQckenstreifen mit vier gabeliormig getheilten 
Klecken besetzt. 

M A sich fast benilnt'i(«l, von den S A last noch einmal soweit 
eutlernt, wie ilir geuiein^aiuer iJurchmeä^Her; S A sich berührend auf 
gemeinsamem Höcker. Mandiheln lang, mit kleinem glattem Haken, 
ohne Zähnchen. Maxillen lang, bilden geschlossen nach vorne einen 
rechten Winkel, am Ausscnran lr < in wenig aasgeschweift: Lippe 
etwas länger als breit. A'orne abgerunili I ; Stenium gr'w<:. ovn] . T5t'iiio 
schmäfliti;: . liellbraun , gh'i< luiin«-ML; behaart, Krallen mit 

zaidreiclien Zahiiehen versehen. Abdomen stark gewölbt, auf der 
Unterseite flach, mit spärlichen regelmässig vertheilten karzea Häreh^ 
beselactf &&t einforbig hräunUcb'-gra«, im mittleren Thefl des Rttekms 
ein wenig dunkler mit tindentliehen Zeichnungen; an dir (Irenze des 
ersten und zweiten Drittels zwei deutlirli< ^liaikle ruukteindrücke. 
Spiunwarzeu kun, wenig vorragend, mit duukleu Spitzen. Vulva einen 



Digitized by Goo^^Ie 



Spiiluea von Madagascar uud Nossibß. 



13 



Torrogemlen Wulst mit zwei halbrumten Eindracken, deren convexe 
Seiten gegeneinander gekehrt sind. 

L&uge des CephaU mm, Breite mm 

„ „ Abdoiii. 3 „ „ 2,5 „ 

ih^r Bi'ino H.r. ~ 7.B — - 7,6 mm. 
Ein völlig uusm l)il«lt ti f» Weibilum iliei,er iiitpressanteii neuen 
Al t von iSossibe. Da» Abdomeu war leider ein wenig defekt Ich habe 
mir erlanbt das Thier nach seinem Entdecker Herrn Albert 0'8wa)d 
zn benennen. 

Pholcidae. 

Pkolcas borboDicQs Vios. I^hju 1- c. p. 305. 
Taiuatave und Xossibe. 

Theridiadae. 

ThiiMin aufMlKnatin n. «p. Taf. U, Fig. ila-c. 

Cephalothorax flaeh, im Umriss birnenförmig, an In K ken 

abgerundet, mit tlaclier, naeli vorne und hinten spitz auslanf( mlcr 
KiUkenfrruhe ; Kopftheil srhwaih ahfretrennt; Seitenränder mit ilniikUr 
Linie f,'esiinmt, M A ein t^uadrnt hihlend; die vorderen M A nur sehr 
wenig grösser als die lunter« sr. öA sehr nalie zusammeuhtehend. 
Hiutere Augeureihe ein wenig nach hinten gehogcn, gleichmSssig Ton 
einander entfernt. Alle Augen von einem sdimalen schwarzen Bande 
umgeben. 

Mandibeln geschwollen, k(>gelförmig, mit starken Haken und 
stark bezahnten Kaufliiehen. Ma.\in< n an den S<'iten <'tw:is eoneav 
gebogen, Vorderrand gerade abgestutzt. Ausseneeken abg« i umb t. khMfier 
als ein reehter Winkel. Lippe halb so lang wie breit, vorne abgestutzt 
mit abgerundeten Ik-ken. Sternuni gros», dreiseitig. Beine braun, 
gleiehmässig schwach behaart, an der Innenseite de« Femur 3 — 4 in 
einer Reihe stehende starke Borsten, am Rande der Patella 12 Bcnsten, 
Tibia mit '2 — 3 Borsten, Metatarsus und 1\iisus ohne Borsten. .Mle 
Boi-üten entsprinjrfn jins srhwareen Fleckuhciu Länge 1, SJ, 4, 3 
(= 22. 13, 12 un.l C mm.) 

Abdomen gleichmiissig dunkel olivbraun nnt eekigon unregel- 
müshigen, oft iu lleihcn gestellten goldgelben Fleeken be.sät, \velcho 
nach der Bauchseite hin spärliclier und kleiner werden. Umriss rund 
eif5nnig, mit 2 stumpfen Schulterhdckem. Epigyno wenig vortretend, 
riithlich brann. Länge 6,5 mm. 

Ein reifes Weibchen von Tamatave. (Mus. No. 12864). 



u 



Dr. Ueinr. Leiiz. 



Thaiiüm aig«itoiii|iantta n. $p. Taf. n, Fig. isa-c. 

Cephalothorax liiiiglicli fihifseiiig, mit vorgezogenem Atitf(>n- 
thrü. hinten aliL'cstutzl. die cinzHinMi Spitcimhschuitte gerade; Kopf- 
theil durch deuüu lie Fun licii ;il)L,'i'treunt, welche sich als dunkle nach 
hiutou auseinaudcrgebogeiie i>iiiieii fortsetzcu. In der Gegend der 
RUckengrube ein aus dunklen Linien gebildetes Dreieck, dessen Spitise 
nach Tone gekehrt ist; Seitenthefle dunkler. 

Vordere MA grSsaor, Torfaretend, etwas weiter von dnander 
entfernt, als die hinteren M A ; Entfernung der vorderen M A von 
den hinteren gleicli der Entfernung der Aussenränder der hinteren 
M A von einaiidrr. Die Augen der hinteren Reihe sind gleich weit 
von einaniler entfernt. Die IS A stehen dicht neben einander. Der 
fiauui zwischen den vorderen M A dunkelbraun. 

Maiidil>eln oben »tark, nach den Enden sich ra^ch verjüngend; 
MaxiUen mit fost parallelen Seiten, Tome rec]it\ivifik% abgestutzt, noch 
einmal so lang wie breite Lippe knnt, halb so lang wie breit; 

Stenium »ehr gross, dreiseitig, fn>t noch einmal so lang, wie die 
Miixillen. Alle diese Theih siinl ul< iciiuiässig dunkelbraun, nur der 
Yorderrand der Maxillen schwarz f;i tnht. 

Heine gleiclunässig hell mit sclir kur/eu und aui>t»e»t dünnen 
Härchen spärlich, aber Kleichmassig besetzt. 

Abdomen eifiinuig, nach oben mit stun)pfer. hoher Auftreibung. 
Die ganze obere Seite mit runden Silberschu]>peii gleichmässig besetzt. 
Auf dem Rttcken ein schwarz-brauner Längsfttreif, der bis zur Mitte 

rcii lit und als /arte farblose Furche bis zum Gipfel der Anftreibuiig 
sich fortsetzt. Di< vor den Spiunwarzen lirt^» iiil< ii Theile der Bauch- 
seite braun, Umgebung d' i l.|>rgyne scliwarz-liraun, die zaiifenartige 
Hen-orragung flcischroth. bpinnwar/eu schwarz-braun, an beiden 
Seiten derselben ziehen sich nadi hinten und aufwärts je zwei ziemlich 
grosse dunkle, breitlanzt^ttUche blattartige Flecke, welche sich zwischen 
die Silberbesdiuppung einschieben. Länge 4 mm. 

Ein reifes Weibchen (Mus. Xo. 9795) YOn Tamatave und ein 
junges Wi ilx hen fSo. 14989), dos aber augenscheinlich derselben Art 
angehört vou \ossibc. 

Eiigone zonata (Walde.) Taf. II. Fig. i:^a— c n. lla— e. 

Liit}phia zonata Walck. Hist. nat. des Iu.h. Apt II, p. :2b I. 
„ „ Vius. 1. c. p. 271, pl. XI, Fig. 1. 

9 Cephalothorax klein, abgeplattet, kahl, nach hinten etwas 
verbreitert, der Kopftbeil hoch; Clypens hoch und Toi'^iingend. Die 
4 M A bilden ein vorne etwas schm&lcres Viereck, das in der voMeren 



Digitized by Google 



Spinnen roti Mn(1a;.'nncRr und Xonibß. 



15 



Hälfte schwarz m'larbt ist. Vordere M A etwas kleiner, als die 
liitit ereil. Die S A stehen sehr «lielit /.usaiiiiaeti ;nif einem gcmein- 
sclKiftlirhen selnvuiwu Lkiigiitleck, und etwaü weiter zurück, als die 

huilercii AI A. 

Muudibeln stark, gerade, *o lang wie das erste Tastcrglied 
und dicker, als das Femur I. MaxiUea nach vorne auseinander 
tretend, im vorderen Drittel stark aufgetrieben, viereckig mit nach 
vorne gerichteter Ecke. Lippe hreit, vurne in ^ileichmässigein Bofien 
ahgerundet. Sfenintii «rross. dreiseitig, nach liiateD in eine Spitze 
aiisire/oLMMi. llrine dünne, 1:nisr - — 1, 4. ^, :i — hräunüfli-ixelh, 
gieiohniäshi^ kurz, heliaart, di*. l.üih ii (I r einzelnen (ilieder ilunkler. 

Abdomen oval, in der Mitte etwas vcmiiekt und nacli hinten 
in einen schräge aufrechten, au der Spitxe abgeHtumpflen Kegel ver- 
langert; die Baucbseito in eine abwfirts gerichtete, die Spinnwarzen 
tragende, Spitzi; ausgezogen. Epigyue mit zwei hOmenirtigen, langen 
gevundeiicn Hervonagungen. 

Farbe des C'ephalotliurax liräunliehgelb, am Hintorrande etwas 
tbinkler: Mnndibeln !j;!eichniässie lirller; desj»l. da-s fivte (ihed der 
Taster, die Enden dunkler, gleieli den Enden der Beiuglieder; btornum 
dunkel braungolb ; Abdomen grau, schwach behaart mit drei uoregel- 
missig verlaufenden, ungleich breiten, schrägen, Bchwanten Bändern; 
vor der Mittelbinde nach dem Kücken liin ein schwarzer (leck; an 
der Bauchseite, unmittelbar hinter den Öpinnwar/en ein grosser drei- 
eckiger sclnvnrzcr Fleck, dessru .Spitze nach hinten gerichtet ist; 
zwischen den schwarzen Schraghinden drei unregelmiissig verlaufende 
Sübersticifen, von denen der vortlerstc unmittelbar vor dem crwälmten 
schwarzen Fleck der kleinste und schwächste ist. 

Länge des Cephalothorax 2 mm, des Abdomen 2,5 mm. 

Ceph. und Abdomen von oben gesehen schlanker, als bei 

dem $, Clypeus mehr vorgezogen, dreiviertel so hoch, wie die Länge 
der Mandibehi : Ta-^tir vfdlknmmen entwickelt, n.n h vorne ein wenig 
dunkler. I'n' r>iiiic il« s einzig(>n vorliegenden K.veniplars sind ein 
wenig defekt, die vorhandenen gleichmibi»ig bräuulich-gelb, an deu 
Enden nicht so dunkel wie bei dem $. Die Zeidmung des Abdomen, 
namentlich die Silberstreifen etwas abgerieben. 

Länge des Cephalothorax 2,7 mm , des Abdomen 8,3 mm. 
Tamatave (Mus. No. 14975 und 14976). 

LithrMMtiu IS gnttatns vor, tnhw Sim. Arachn. rec. env. A)e»mdiie 

Ann. So«-, cnt. FrMiif'r 1 '^f^O. 
Madagascai'i Wald im Inneru, 30 Seemeilen NW v. Tamatave. 



16 



Dr. Ileinr. Lenz. 



Tetragnathidae. 

Tatngiatha piftalia Walde. 1. c. II, p. 209. Vinson, 1. c, p. 260, 

pl. XII, Fig. 4 ; lü'vserliiig. Ik'itr. z. Keiiiitn. d. Orbitelae 
p. 847, tar, XXI, Fig. U — 17; Paveai, Aracnidi di Scioa 
p. 27. 

Zwei etwas dclecte $ von Taiuatavt'. 

Epoiridae. 

Aigjope coqnereü (Viw.) Lenz, 1. e. p. 393. 
Zwei Weibchen von Nosnbe. 

Cyrtophoia oitliMla (Fonk.) 1775 Descr. anim. p. Hß, sah. Aranea. 
Epeira (Cyrtophora) opuntiae Duf. Lenz 1. c. p. 392. 
Zahlreiche Exemplare der vembiedenen Varietäten von TamataTe 
und Nossibe. 

Ifoira albomciUta Lem l v. p. HHR. Taf. X. Fi^;. 1. 

Zwo! juilfie 9 <li("^<^'i' <1uit1j »lic ( lun-riktcrivtjvt lic Ahftojiitital- 
zciflmuiicr Iricht kriintlichoii Art von No.>sibc und ein Weibchen vou 

TiinKitavc (Mu-,. No. und IS^M)). 

Ipeira kiaepeliai n. sj). Taf. II, Fip. ifia— c. 

C'ephalutliorax mit vorgezogenem, abgestutztem Kopftheil. der 
etwas breiter iot, ah die Hälfte des nach den Seiten glcicbniässig ge- 
bogenen Bmststtlckeo ; Kopflbeil gewölbt, mit langen, feinen, wdssen 
Härchen besetzt; Kinnen und Grube flach. 

M A auf einem massig vortretenden Hügel sitzend; hintere 
^^ A kleiner als die vorderen, um halbe Augenbreite von einander 
entternt; die vorderen M A um mehr alü Augenbreite von einander; 
8 A. didit auammcnstehend, die vorderen grOewer als die limteren; 
ihre Entfernung von den MA ist um die Hälfte grösser, als die 
Entfwnung der vorderen M A von einander. 

Mandibeln sehr lu'äftig. in der Mitte wie aufgesehwollen, so 
lang wie das Sternum, mit starken Ha! i Kautläche mit 4 kurzen 
kräftigen Zähticn. Maxilli n s,. I-nii wi< lueii, nach vorne verbreitert, 
stumpfwinklig abgerundet. Lippe l>reiter als lang, in eine stumpfe 
Spitze auslaufeml. Stcnunn eiftirmig. nach hinten mit stumplt r Spit/e. 

Füsse gelbbraun mit dunklen Enden; das Fcmur fast ganz 
dunlrel; Patella hell; untere Hälfte der Tibien dunkel, ziemlich scharf 
von dem oberen helleren Theil a1>getrennt; Tarsen dnnkel. Alle Theite 
stark behaart und mit zahlreichen Dornen lu setzt : Palpen glcichmässig 
gelbbraun, dicht behaart und mit einzelnen borsten besetzt. 



Spinneii von Mndagasoir und Nosttb^. 



17 



Abdonit'n I)r«'it cifimnig, gh'ii IlIll;i^si^ Iwhaart, mässig gewölbt; 
(Irr natli vonio abfalleiule Kami im iniitlcrt'ii Tlicil «chwar/. Auf 
dam Hiickt'n «'ine Doppi'lrc^iho von Honu i tieckeu. Das erste Paar avhr 
dick mit gegeneinander gerichteten Spitzen, das 2. und 3. Paar be- 
deatend schrnftler, mit nach aussen gerichteten Spitzen, die flhrigen 
nur nodi a)» sdimale Quemtreifen enndieinend. Der ganie Zwkdieii- 
rauHi mit nnregclmässiger netzartiger Zeichnung anagefllllt. Der ganae 
mittliTc Tfiril der L'ntcr-ioitf' /w heu tler Kpi'riyne tmi\ ili-n Spinii- 
wnr/i'ii schwarz; dipHe schwarze Zeichnung zieh) Ii. -< ! luäler werdend, 
um die Spiiinwar/eii herum; iu der Glitte der lluucliM.ite sendet der 
flcbwaize Fleck zwei gerade stumpfe Horner nach aeltwirts bis mr 
Ifitte der grauen Seiten. Epigyne ein aemlidi weit vorragender am 
Ende verdickter Zapfen mit zwei lippenartigen, stumpfen, nach hinten 
gerichteten Anhängsebi am (irunde. Länge 9 mm. 

Ein reifes, gut erhaltenes Weibchen vuuTamatave. (Mus. Mo. 1 2839) 

Epeiia anoalata n. sp. Tat". II, l ig. I8a— e. 

Cepbah)thorax faNt kreisrund mit rnrui zoircm in Augentlicil. der 
sich nach vorne etwa» verjüngt, hier ahgc>.lnt/t erscheint uml aus dem 
der MittelaugeuhUgel wiederum scharf hervortritt; tUc nach hinten 
breitere braune Mittellinie lauft vom Hinterende bis za den mittleren 
Atrien. Farbe des Cephalothorax rdthlichbraun, die Seiten des Bmst- 
stUckes dunkel schwarzl)raun mit gerader Linie gegen die breitere 
röthlichbraune Mitte . ) hintti n. 

AugenKtellung ohnv Ix^udere EigenthQmlichkeiten, Seitenattgen* 

paare stark hervortretend. 

Mandibeln Ii« II. fast so lang wie das Sternum. Haken .schwach, 
Kaufläche mit wenigen nidimentären Zähnen am hinteren Theil; 
Maxillen breit, llach abg< rundet; Lippe klein, nach vorne verbreitert, 
gerade abgeschnitten, mit abgerun<kten ßcken, so lang wie breit; 
Sternum dreikantig, oval, nach hinten in eine seitwärts ausgeschweifte 
Spitze auslaufend, hellbraun, in der Mitte mit einem mehr oder weniger 
deutlichen hellen Längsstreifen. 

Beine rothbraun, wie der Cephalothorax : Femur I und II mit 
zwei parallelen Reihen kleiner StMcliehi. welche bei rlcni fiiien Exemplar 
die ganze Länge der Innenseite emnehmeu, bei dem zweiten un«leulli(-her 
sind und nur in der oberen Hälfte dentUch hervortreten; am Vorder- 
ende und auf der Oberseite mehrere Stacheln; Patella ohne Stacheln; 
Ubia I und II an der Innenweite mit dichter Stachehreihe, III und IV 
mit wenigen zei-streuten Stacheln; IV am unteren Ende dunkelbraun, 
fast scbwarü; Metatarseu und Tarsen mit einzelnen kleinen Stacheln. 



18 



Dr. Ucior. Lcds. 



AI)(lomi'ii o\ai. zii iiilit Ii >tarlv i]l>t, •.'«•riiiulvt, 
lang IjL'liaait, ili«' UäiTlicu i'nts]»rinm'n kicincii ilutikK-ii i'unkton; der 
Vorderrand mit 3 — 4 «chmaleu, schwaxsscn, parHllcleu Qiieriiuieii, von 
weldicn die übelste un jedem End« in einen »wliwarzen Piinlct endigt; 
iu dci-selhon Höhe stuht das erste der <> liraum-n Punktpaare. wciclic 
IMU'h Iiintc» weiter auseinander rückend die Oberseite des Ali- 
doniens eiinielinien : das letzte I'aar ist schwarz. Der Hinterraml jedes 
l'iniktpaares wird von einer wellig ^leliogenen. sciinialen. Ijellen (Jner- 
linic, welclie bis /,u den i^citeu lieriungelit, be;;reiwt, so dus^s der 
Hiutertheil des Abdomen» faat ein geringelte» AouckeD gewinnt. DieMCr 
TbeQ Vit aasserdm stärker bebaart, alK der vordere. Unterseite in 
der Mitte mit grosi^cm kablem, braunem Herzliec k, (]< - < i, ^Ilttr von 
einer etwas f^ebugenen. weissen t^uerlinie durchzcjp'n ist; biliter dem 
Felde zwei nierenfnrniij(e weisse Flecke. S|iinuwarze!t yross. 

Das (>ine Kxeniplar bat ein (hirciiwe;f dunkler fjularfiff- Abdomen; 
um Vorderrando in der Mitte ein dunkler, dreieckijjer l'i«'ek, welcher 
bei den bellen Exemplaren fehlt. Dennoch gehören alle 3 Thicre 
augenscheinlich derselben Art an. Länge 9 mm. 

Drei ausgebildete Männchen von Noüisibe. 

Ipeilt palltlMU n. f^. Taf. II, Fig. Ida— b. 

t"e|ilialo(liora.\ weiii^ ^rwiWbt. an den Seiten niässijr ausgebogen 
und nicht ganz doppelt so bn it. wie d<r Vordemnid: Kojdtlieil kaum 
abgetrennt. Kürbo bleich, in der Mitte ein dnnkliirr Mittelstreif, 
welcher vorne kurz vor dem .Augenhügel .luJhort und auch dat> Uintcr- 
ende des ("eplialothorax nicht ganz erreicht. 

Die M A .stehen auf einem nur kleinen Hügel, die hinteren 
sind grösser als die vorderen und stehen naher abt diese «usammen. 
Die schwarzen Ränder der hinteren M A berühren sich, bei den 
vorderen ist dio» nicht der Fall, aueh sind die Flocke kleiner und fast 
um ihren eigenen I>ur< bmoM-r von einamler entfernt. Die S A stehen 
auf einem kleinen Voispruiig unmittelbar neben einander, hallen die 
(irösse th'r hinti ren M A und sind von diesen um mehr al.s das 
Doppeitc iliroH eigenen Abstände:; von einander entfernt. 

Taster dicht mit Haaren und Porsten besetzt, lang und fast 
das Ende des Femur I erreichend. 

Beine von massiger Länge, bleich wie der Cephathorax, das 
obere Ende der Obei sclienkel kahl, das untere jedenseits mit 3 Stachel- 

paaren v(»n verschiedener Liinge besetzt : Tibien und Metatarsen dichter 
mit f n iitid Stacheln besetzt; Tui>en bebaurt, ohne Dornen, mit 
slm'keii Kndki'ailt'u. 



Spinneo vod SfodagMcar und NomiU. 



19 



Altdoiiicii oviil, uacli vorne nur wellig breiter, gleichuiiiissig 
gewölbt, vuli bleicher üruiidfarbe mit zahb'cichon weisen unregclmiiiwig 
gestellten und geformten Flecken besät und mit 3 dunklen Wellcii- 
liiiieu vcixelien, welche nach hinten näher zusaninienrttckou und hier 
durcb dunkli- Qncrbändi r verbinub n werden. Die ganze Obertliicbe 
iitif /( i>tn iit -tchendeu. srbwjirzeit HM;ir<'Ti. wt-lrln- win/i'_'«'fi. dinil<l('ii 
l*unklfn i'hlnjiriiiL'cii. b«'M'(/t. l>;iu<liM'ite lili'icii; Milti'UeUl (lunk<"l- 
brauii, die liiiiUn* Hallte dunkler als die vordere uud mit 2 wei^)^eu 
»tumpfwhiklig gebogenen Strelfoii eiugefiteiit. Sptnnwttnen kräftig, iin 
den Enden dunkelliraun, am Unuide bleich. 

Mandl! irlii ki ifii::. ii Ii. gerade; Hakou oiitwlstark, niässig 
gebogen, KauHiitlic mit kräftigen Dornen besetzt. MaxiHen naeh 
vortiP vcrbfcifcrt. rnii (iriindi' braun, in (b-r Mitte Ijcll, abrr mit tjiiiiz 
heliuialt iu. M hwar/.brauiii ni Kand«-. Li|)j»e über düj»|H'U mo breil, wie 
laug, all^s^eseb^veift, drcisjeitig, mit abgerundeter Spitze; um Grunde duukel. 

l^pi^iyne flach, beiderseits unter dem mitüeren, bleichen, redit* 
eckigen Theil je ein ebenso gefärbter, kleiner, runder Fleck; Um- 
gebung dunkelbraun. Länge 0,5 ni. 

Ein reifes Weibchen von Nossibe. 

Ifeita triangnla Kq/s. Orbit, p, lio, Tab. v, Fig. i2-n. 

Mebrere 9> Wf b Ii' ^eiüni mit der Keyserling'scben Hc-t hn ibnng 
der K. tnanirnla von Mauritius übereiristinniieti. so da'^s ieli keinen 
Anstand nelune, die Exemplare mit der genannten Art zu ideutidciereu. 

E^eira nocturaa Tios. 1. c. p. loi, pl. IV, Fig. 3. 

= Kp. obeeura Blackw. Proc. Roy. Irish Acad. 1876, p. 15. 
(Seychellen.) 

Mehrere 9 ^on Nossibe. 

I|€ira Oiiwet Lenz l. c. p. 390, TaC X, Fig. 13. 

Art ward s. '/.. von mir nacb einem nicht ganz entwickelten 
Weibcben aufge^tellt. .b>tzt Hegt mir ein völlig ausgewaebsenes, i-eifes 
Kxempbii V rr. webbes niicb zu tiacbstebenden Vervollstrindigungen 
resp. liericiitigungen meiner 1. c. gegebenen llesebreibung veranlasst. 

Die bei dem jüngeren Thier auifallende Aehidichkeit mit unserer 
Ep. angulata hat sich bedeutend verloren. Die SSeiehnung erinnert an 
die von Vinson als nocturna beschriebene Art 

Cepbalothorax länglicb, liinten nicbt völlig noch einmal so breit 
wie vorne, gleiebmässig 9tark behaart, rothbraun, an den Seiten nach 
hiuten dunkel. 

Öeitenaugeu auf stwk vortretcudeu Hügeln. 



Digitized Google 



Dr. Hemr. Lbiix. 



Maiidilu'lii sHir krjiOi.; mit staikfu Hakoii, Kaiitlächc mit 
stiU'kuu ])oriicu, Stcnniiu eiloniiig,. nach liinteii zugespitzt. 

Abdomen dreiseitig -eiförmig mit hervortretendea, aber j«tsst 
stumpfen Schulterdomen, die verbindende Kante ist weniger sdiarf. 
Im Uel)ri<:cn wio frfihcr hoscliriolx-'n. 

Die Zeicliiiuiip wi-iclit von dor 1. (-. ge};el)en<'n Schilderung 
in< lit uiiWL'scntlicli ab. Die ■mvi Zirk/arklinien Itestelien noch, nähern 
sich nach Iiiuten und laufen scliliesslich Hächenartig ziisaiumen. Auf 
der von diesen Zickzackliiiieu eiugc^hlossenen Mitte des Rttckens 
4 Paar rothbraune Flecke. Das l . Paar steht auf der erwähnten Kante 
«wischen den Scbulterfaöekern ; das 2. ist datt am weiten von einander 
entfernte; die -2 letzten I'.i in- etwa so weit von einander entfernt, wie 
das f'r>t<'. DtT trniizr üUriL'c li'aiitn iIcs AhdoMK"!»'- mit »iiin'ijehniissig 
vertiieilten duiikien. unicgelmassigeu Flrcki hen, zwisch'-ii ilicsrii w iederum 
zahlreiche liinghcliej hraune l'ünkt»lien. Dan ganze Abdomen ist mit 
kurzen Borstenhaaren bekleidet, welche in kleinen schwarzen Grttbchen 
stehen. Bauchseite im mittleren Thcil etwas dunkler, sonst ohne 
besondere Zeichnung. Kpigyne lang hervorragend. Tat". II, Kig. I7a — h. 

Heine stark behaart; Femur und I'atella tdine Stacheln, Tibia 
und Metatarsns mit *i iti Iff-ilien t?<>tcllfrtt [>i)nH'it. Miisst-rdeoi, wie 
die Tarsi ii, jnit -t:uken Uiclii gesteliteii I5urj>t»'iiliaaren besetzt, 
tjieiw uaduidLa Vms. 1. c, p, -io7, pl. V, Fig. y. 
Lenx, 1. c. p 391. 

£in 9 von Noesibe. 
HipkUeigyi «oantaU (Fbr.). Taf. II, Fig. I9a— c. 
N. borhonica (Vins.) Karsch. 
N. genualis (ierst. 

U^er die weitere iSyaunynue vgl. Simuu, Ann. Soc. Kutum. 
France 1887. 

Mehrere 9 "^^^ Tamatave und Nossibe, welche sümmtlich der 
Form livida Vins. angehören. 

Ausserdem ein Vinson erwähnt bereits 1. c. p. 174 Zwerg- 
mäunchen dies<T Art. 

In Naciili»!^;' iiih-m eiue Ueächreihung des mii* vorliegenden 
I'jtemplai's von Tamatave. 

Cepbalothorax länglich eiförmig mit schmaler Rflckengrube und 
wenig abgetrenntem Kopflheil. Vordere M A am grössten, ihre Ränder 
um ihren ^h^r<•hm('H^er von einander entfernt; die vorderen S A die 
M A fast berührend; die hinteren Augen von gleiilier (irösse und 
gh'ichniassig vcni einander entfernt. Von oben gesehen ist rüi' hintere 
Augeureihe ein wenig länger alb die vordere. Maudibeln gerade, nach 



Spinnen Ton Madagascar und Kostib& 



21 



vome ftlltnälilioh dQnn«r werdend; Haken schwach. MaziUen lang, 

mit parallolen Seiten, vorne sclirüff .il>2P«chnitlen mit abcpnitulpten 
Ecken; Lippe so Irtnpr wie hreit, hrr/rtirmig. Femnr mit 3 (ind 1 I)orn. 
hellbraun mit uiuleutln-heti tiuiii<k'ren Hingen; Tibien an beulen Enden 
dunkel und mit 1 oder Ü D<«nen; Metataraen und Tarsen an den 
Vorderenden ein wenig dunkler, ohne Domen. 

Abdomen länjilicb eifiirmig, gelbliebweiss, mit dunklem, tmrepel- 
mässifiem Ademet/. Auf dem Kücken ein das und Viertel ein- 
nehnn'tifU'r, nadt vrinie und binten j%pit/. auslnnfriider L'injjsitrirli : 
seitwärts 4 Kleeki-, (U reu binteres. auf der Mitte des Kückens stehendes 
i'uar das jj;rüässte iht; undeutlich i^t z\vi:icben beiden noch ein drittes 
kleineres bemerkbar. Taster mit grossem Endgliede, das in einen 
äusserst kräftigen Haken endet; Decke kurz, wie der ganxe Taster 
schwach behaart, Län^^»' t mm. 

Hlfbila madagascariensis ( Vtria.)- l^''"'' ' <" p ^'^ - 

Zaiilreiche Weibchen in verscbiedeiifn Alt» iN->tuti ii von N'ossibe. 
Von Madaga^car selbst betiudet sich kein Exemplar in der Sendung. 

Das Zwergm&nnchen, von dem em völlig entwickdtes Thier 
vorliegt, ist von Karsch, Zeitschr. f. d. ges. Naturw. Bd. 1879, p. 885, 
genau beschrieben wurden. Ich finde unser Exemplar im Uebrlgen 
genau mit KarschV T.rM breibung übereinstimmend, nur konnte ich das 
dunkel braunrottir Mittelfeld der Kauchseite nicht walirnelimoii: das 
gelbliche Mittelhand des Sternums ist dagegen vorhanden; es uiiniut 
nach hinten bedeutend an Breite ab. 
RipkUa iuimta (Waldt.), Lenz, L c. p. 892. 

Zahlreiche Weibehen von Nossibe. 
Canoitiii itfgiana Bud. Lenz 1. c. p. 38f>. 

Kin 9 N'i>^ibe. 

, Caerostris tabercalosa (Vius.). Lenz 1. e. p. .<is4. 

Ein junges $ von Nossilje, daü diut>er Art angehören wird. 

Poltjs reuten Ijens 1. «. p. 386. 

Tamatave. D»n Exemplar (9) stimmt völlig mit dem von mir 
von Nossibe beschriebenen überein. 
fiasteiMUltha madagascariensis Vins. Lcns 1. c. p. 38S. 

Tamatave. Von Nossii»'- liegen keine Thiere vor, obgleich die 
Art aiteb iloit m Iw Ii'infitr vorkonniit. 

Gasteracautha formosa Vins. Leu/ 1. c. p. 3hu. 
Zahlreiche Exemplare von Nossibe. 

6ait«ra€aitliA (IiaMitka) nitari Lem 1. e. p. 382, Taf. X, Fig. 3. 

Ein 9 von Nossibe. 



Digitized by Google 



23 Erkünuifl; d«r AbbÜddog^ea. 



Erkl&ruBg der AbbUdimgen. 
Tafel I. 

Fig. la Asiiiiiom-H lifüji ;j -yi J KiiqM f vdm (iI>«.'Ii , : II» Anm'nH<i'llung; Ic Epifryne. 

„ 2a Tb«ni»s« boetieiiber^i n. »p. cC i : '^^b Yechter Tasicrkolben von unten; 
SKc rechter Taater von ansäen. 

, 8« CjrH«|^ntta dnotti n.Kp. $ üb Kpigyoe: Sc I.Vem von vom«. 

„ 4a I)hiii;is|i-s «i'>«altli n. nii. $ mit. (ir. 4(i Kjii>;yii»> und rtii)2C'l>iin^: 
^ 6a Isoprda iiieriucBHiti ( t'<nV o'^t'- ^>'> öb r«cbt«r Taater von au»8«n ; 
5c das vorletate Glhd von ob«n ({««eben. 

6a Agmc« «*8WsUli M. q». d" *; 6b rechter Ttiater von auMcn; vorletxtei 

Tastei'iflieil von uln-ii. 
^ 7a Lyr»«a robuita i>. v/, ? ^ 7li Kpi^^yne. 

„ Öa Afroeca O'swaldi n. sp. | nat. Gr. 8b Epigytie und Umgebung. 
^ « 9» DI]i«plB rndtCMMrien«!* Lau. ff j; Vb Tuttr von nmen; 9c Taater 
von dw Seite. 

Tafti IL 

Fig. 10* ScytedM »*twaldi n. 4*. $ Cepbalotborax von oben -f: 10b Cephalo- 
thorax von der Seite j; lOe Geeicht und Mandibeln von vorne; dar» 

unter die Epigyne 

3 9 
^ IIa Tiieridiaai anrcosignatan n. sp. $ Abdomen von der Seite j; 

11c Epigyne und Umgebung. 

n 18h Thcridtm MfeateieqnAmitra n. $p. $ -f; IIb Abdomen von der Seite; 

12c Epigyne und l'm^i'buni;. 

„ Ida Erigonr zonata ( Ita/rA; i y, i:}l> dieselbe von der Seite j; 18c Stemnm 

uriil Kjiigjne noKst l'ing<>liung. 

« 14n flrigne MUta (Wakk) ^ j von oben; 14b von der Seite p t4c linker 

Taater von anaien und Gesidit. 
« 16a Eftin p«1l«8reM n. ^ % j] ISb Epigyne nebti Umgebung. 
9 16a E|>fira iirapjtelini n. ap. $ y ; I6b Epigyne von vorne; 16c dicBelben 

von der Si'itf. 

„ lia Kpflru riaerva Letn. $ »mt. (ir. 171» Kpigyu«. 

, 18a Kpeir« MMlaU «1. «7». (f \ ; I8I1 rei'liter Taster von aoesen; 16c der* 
aeibo von oben. 

, 19» NViibilcn^vs crncnliit» (Fln:) --f ^ ; 19b rechter Taater von auisen; 

itk* vordei'e« (iiieti von üben. 



Digitized by Google 



•Jdliiüurli (Iw H.uiibunt %vi>jsensch Anstiilten DC 



Taf I 




H Lenz, Spinneu von MAda^ascar und Noasibe 



Jalirburh dtr Hniiibiini wiss^nsch Aiiätctllcii IX 



T,.r |] 




H.Lenz, S]nnnt>ii von Madugascar und Noasib^.